Sagenmatt Ebikon

Häufige Fragen

Wie sieht das weitere Vorgehen aus?
Im Frühjahr 2016 wurde ein zweistufiger Studienauftrag abgeschlossen. Im Folgenden wurde das Vorprojekt erarbeitet, das die juristischen Rahmenbedingungen für die Bebauung in einem Bebauungsplan festlegt. Der Bebauungsplan liegt den Ebikoner Stimmberechtigten im Jahr 2020 zur Abstimmung vor und muss danach vom Luzerner Regierungsrat genehmigt werden. Anschliessend erfolgt die Erarbeitung der Baueingabe. Nach der Baugenehmigung durch die Gemeinde Ebikon kann mit dem Abbruch der heutigen Bauten und dem Neubau des Quartiers begonnen werden.
Sollte man mit der Planung nicht zuwarten, bis die neue Bau- und Zonenordnung beschlossen ist?

Die Sagenmatt wird seit 2014 in enger Abstimmung mit der Gemeinde und dem Kanton geplant. Die Volksabstimmung 2020 ist das Resultat eines sehr aufwändigen, mehrjährigen Prozesses – und nicht etwa der Versuch, möglichst schnell vor einer nächsten Gesetzesänderung ein Bauvorhaben zu realisieren.

Die Planung richtet sich stets nach dem aktuell geltenden Recht – sich darauf verlassen zu können, ist ein wichtiger Grundpfeiler der Schweizerischen Rechtsordnung. Wäre bei der Planung ein Gesetz massgebend, dass erst in ein paar Jahren beschlossen wird, würde damit die Rechtssicherheit in Frage gestellt.

Wurde die Bauherrschaft der Sagenmatt bevorzugt behandelt?

Nein. Das Planungsinstrument des Quartiergestaltungsplans steht grundsätzlich jedem Bauherr offen. Es dient dazu, von der normalen Bauordnung abzuweichen – sofern das dem allgemeinen öffentlichen Interesse entspricht. Wer diesen mehrjährigen Prozess nicht auf sich nehmen will, geht über eine normale Baueingabe vor, muss sich dann aber strickt im Rahmen der Bauordnung bewegen.
Im Fall der Sagenmatt zieht sich dieser Prozess seit dem Jahr 2014 hin und das Areal kann Mehrheitlich gar nicht nach Regelbauweise bebaut werden, da ein Gestaltungs- oder Bebauungsplan gesetzliche Anforderungen sind.
Auf den benachbarten Grundstücke könnten die Eigentümer ebenfalls einen Bebauungsplanverfahren einleiten, sofern sie diesen langwierigen Prozess auf sich nehmen möchten. Sie unterliegen allerdings nicht der Gestaltungsplanpflicht und können somit das Verfahren frei wählen. Einfacher wäre es natürlich auf eine Revision der Bauordnung zu warten und nichts zu tun.

Werden regionale Baufirmen berücksichtigt?
Die Investorin vergibt die Bauarbeiten vorzugsweise an regionale Firmen und wird die Aufträge zu gegebener Zeit ausschreiben.
Müsste man die Sagenmatt nicht ausstecken?

Bauprofile sind Teil eines Baubewilligungsverfahrens und nicht üblich, erforderlich oder sinnvoll in einem Baubauungsplanverfahren. Ein Bebauungsplan definiert unter anderem ein maximales Bauvolumen und eine maximale Wohnfläche, welche erstellt werden dürfen. Das maximale Bauvolumen kann jedoch nicht ausgeschöpft werden, da so die maximale Wohnfläche überschritten wird. Aus diesem Grund kann ein Bebauungsplan nicht sinnvoll ausgesteckte werden.

Um Ihnen als Stimmbürgerin und Stimmbürger einen genauen Eindruck von der maximalen Höhe der Bauten zu vermitteln, werden wir im Vorfeld der Abstimmung die maximale Höhe des Projekts bereits mit einzelnen Baugespannen auf dem Areal ausstecken. Rein praktisch ist eine vollständige Aussteckung des Richtprojekts aktuell nicht möglich, weil das Areal mehrheitlich noch vermietet ist und genutzt wird.

Wie sieht der Wohnungsmix aus?
Geplant sind rund 240 Eigentums- und Mietwohnungen, davon ist etwa ein Viertel Wohneigentum. Der Wohnungsmix setzt sich aus familientauglichen Gross- und Kleinwohnungen sowie Angeboten für Singles und Paare in allen Altersphasen zusammen.
Wie teuer sind die Wohnungen?
Es sollen viele unterschiedliche Wohnungstypen in verschiedenen Preissegmenten realisiert werden, darunter ein substanzieller Anteil bezahlbarer Wohnungen in einem niedrigeren und mittleren Preissegment. Weitere Informationen dazu finden Sie unter dem Navigationspunkt "Interesse anmelden".
Welche Nutzungen gibt es?
Der Hausgemeinschaft stehen Angebote für Freizeit und Erholung zur Verfügung. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss an attraktiven Lagen sind für Gewerbe, Ateliers und Gemeinschaftsräume vorgesehen.
Gibt es genug Parkplätze?
Den Bewohnern der Sagenmatt wird eine Vielfalt an Mobilitätslösungen durch ÖV, Velo und Sharing-Angebote für den motorisierten Privatverkehr zur Verfügung stehen, so dass kein eigenes Auto erforderlich ist. Dadurch werden deutlich weniger Parkplätze benötigt als in Projekten vergleichbarer Grösse, dennoch werden Kunden und Besuchern genügend öffentliche Parkplätze auf dem Areal zur Verfügung stehen.
Steigt das Verkehrsaufkommen?
Mit dem Wegfall von AMAG, Tankstelle und Waschstrasse und dem Einsatzes eines innovativen Mobilitätskonzeptes für die Sagenmatt wird das Verkehrsaufkommen trotz den neuen Wohnungen künftig nicht steigen.
Ist die Überbauung nachhaltig?

Die Überbauung Sagenmatt geht über die gesetzlichen Bestimmungen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit hinaus. Zum einen sind die Gebäude hinsichtlich Ressourceneinsatz und Energieverbrauch optimiert. Eine natürliche Holzfassade in Fertigbauweise reduziert den Verbrauch grauer Energie, Solaranlagen stellen die benötigte Energie zur Verfügung und senken die Nebenkosten der Mieter. Darüber hinaus wird nachhaltige Energie der Sagenmatt in das Fernenergienetz eingespeist und kommt so dem ganzen Quartier zugute.

Zum anderen wurde die Sagenmatt als erstes Areal in der Zentralschweiz bereits mit einem Vorzertifikat für naturnahe Umgebungsgestaltung von der Stiftung Natur& Wirtschaft ausgezeichnet. Der aufwändig renaturierte Mülibach durchquert das Quartier als arealübergreifender Naturerlebnisraum. Der neue Veloweg entlang des Bachs verbessert die Infrastruktur für alle Nachbarn und ein Weg durch die Sagenmatt schafft eine öffentliche Verbindung für das ganze Quartier.

Wie stark wird verdichtet?
Die Investorin schöpft das heute maximal mögliche Volumen nicht aus, sondern baut massvoll und nimmt Rücksicht auf die Nachbarschaft und das Ortsbild.
Wie hoch wird gebaut?

In der Diskussion vor der Abstimmung wurde immer wieder das Thema Gebäudehöhen im Vergleich zur Nachbarschaft thematisiert. Hier die Angaben zu den Nachbargebäuden.

 

Grafik Gebäudehöhen

Ausschnitt Bebauungsplan – Gebäudehöhen

Was trägt die Überbauung Sagenmatt zum Masterplan und dessen Ziel, das Dorfzentrum attraktiver zu gestalten, bei?
An der Luzernerstrasse  werden ein baumbesetzter Boulevard mit Café und ein neuer Platz mit Brunnen zum Verweilen einladen. Öffentliche Nutzungen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss der Überbauung tragen zur Belebung des Dorfzentrums bei. Eine Wegachse erschliesst von hier aus die Gebäude und schafft eine öffentliche Verbindung zwischen Luzerner- und Schachenweidstrasse.
Wie gliedert sich die Überbauung in das Ortsbild ein?
Die Investorin legt generell Wert darauf, Gebäude nicht losgelöst von ihrem Kontext zu planen, sondern – im Gegenteil – den Kontext mit aufzuwerten. Deshalb entsteht auf dem ehemaligen AMAG-Areal auch kein «Wohnklotz», sondern ein durchlässiger Gebäudekomplex mit unterschiedlichen Höhen, die unter jener der Nachbarbebauung liegen. Der grosszügige Aussenraum wird mit hochwachsenden Bäumen bepflanzt. Mit Blick von den umliegenden Hügeln wird die Überbauung durch begrünte Dachterrassen in das Landschaftsbild integriert.
Wie wird die städtebauliche Qualität sichergestellt?
Die AMAG hat einen zweistufigen Studienauftrag mit acht Architekturbüros auf der Basis des Masterplans der Gemeinde Ebikon durchgeführt. Darin wurden die städtebauliche Verträglichkeit und die passende Dichte für das AMAG Areal geprüft. Die Planungs- und Bauabteilung der Gemeinde sowie die zwei Architekturbüros, die den Masterplan als Grundlage für die neue Bauzonenordnung (BZO) der Gemeinde erarbeitet haben, waren Teil der Jury.
Wer ist die Investorin?

Das Projekt wird von der moyreal immobilien ag realisiert, die der Unternehmerin Eva Maria Bucher-Haefner gehört.

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