Sagenmatt Ebikon

Fragen und Antworten

Warum verlässt die AMAG den Standort Ebikon?
Die zentrale Lage des Areals Sagenmatt ist für Nutzungen mit dem Schwerpunkt Wohnen besser geeignet, als für eine rein gewerbliche Nutzung. Deshalb zieht die AMAG Filiale in den nächsten Jahren aus dem Zentrum Ebikons an einen geeigneteren Standort in der Region um. Die Arbeitsplätze bleiben erhalten.
Wer ist der Investor?
Das Projekt wird von einem Schwesterunternehmen der AMAG realisiert.
Was trägt die Überbauung Sagenmatt zum Masterplan und dessen Ziel, das Dorfzentrum attraktiver zu gestalten, bei?
An der Luzernerstrasse  werden ein baumbesetzter Boulevard mit Café und ein neuer Platz mit Brunnen zum Verweilen einladen. Öffentliche Nutzungen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss der Überbauung tragen zur Belebung des Dorfzentrums bei. Eine Wegachse erschliesst von hier aus die Gebäude und schafft eine öffentliche Verbindung zwischen Luzerner- und Schachenweidstrasse.
Wie gliedert sich die Überbauung in das Ortsbild ein?
Die Investorin legt generell Wert darauf, Gebäude nicht losgelöst von ihrem Kontext zu planen, sondern – im Gegenteil – den Kontext mit aufzuwerten. Deshalb entsteht auf dem ehemaligen AMAG-Areal auch kein «Wohnklotz», sondern ein durchlässiger Gebäudekomplex mit unterschiedlichen Höhen, die unter jener der Nachbarbebauung liegen. Der grosszügige Aussenraum wird mit hochwachsenden Bäumen bepflanzt. Mit Blick von den umliegenden Hügeln wird die Überbauung durch begrünte Dachterrassen in das Landschaftsbild integriert.
Wie wird die städtebauliche Qualität sichergestellt?
Die AMAG hat einen zweistufigen Studienauftrag mit acht Architekturbüros auf der Basis des Masterplans der Gemeinde Ebikon durchgeführt. Darin wurden die städtebauliche Verträglichkeit und die passende Dichte für das AMAG Areal geprüft. Die Planungs- und Bauabteilung der Gemeinde sowie die zwei Architekturbüros, die den Masterplan als Grundlage für die neue Bauzonenordnung (BZO) der Gemeinde erarbeitet haben, waren Teil der Jury.
Wie stark wird verdichtet?
Die Investorin schöpft das heute maximal mögliche Volumen nicht aus, sondern baut massvoll und nimmt Rücksicht auf die Nachbarschaft und das Ortsbild.
Wie sieht der Wohnungsmix aus?
Geplant sind 260 Mietwohnungen, die sich aus familientauglichen Gross- und Kleinwohnungen sowie Angeboten für Singles und Paare in allen Altersphasen zusammensetzen.
Welche Nutzungen gibt es?
Der Hausgemeinschaft stehen Angebote für Freizeit und Erholung zur Verfügung. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss an attraktiven Lagen sind für Gewerbe, Ateliers und Gemeinschaftsräume vorgesehen.
Wie teuer sind die Wohnungen?
Es sollen viele unterschiedliche Wohnungstypen in verschiedenen Preissegmenten realisiert werden, darunter ein substanzieller Anteil bezahlbarer Wohnungen in einem niedrigeren und mittleren Preissegment.
Gibt es genug Parkplätze?
Die AMAG investiert mit «AMAG New Mobility» in die Mobilität der Zukunft. Den Bewohnern der Sagenmatt wird eine Vielfalt an Mobilitätslösungen durch ÖV, Velo und Sharing-Angebote für den motorisierten Privatverkehr zur Verfügung stehen, so dass kein eigenes Auto erforderlich ist. Dadurch werden deutlich weniger Parkplätze benötigt als in Projekten vergleichbarer Grösse, dennoch werden Kunden und Besuchern genügend öffentliche Parkplätze auf dem Areal zur Verfügung stehen.
Steigt das Verkehrsaufkommen?
Mit dem Wegfall von AMAG, Tankstelle und Waschstrasse und dem Einsatzes eines innovativen Mobilitätskonzeptes für die Sagenmatt wird das Verkehrsaufkommen trotz der hohen Anzahl neuer Wohnungen künftig nicht steigen.
Ist die Überbauung nachhaltig?

Die Überbauung Sagenmatt geht über die gesetzlichen Bestimmungen zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit hinaus. Zum einen sind die Gebäude hinsichtlich Ressourceneinsatz und Energieverbrauch optimiert. Eine natürliche Holzfassade in Fertigbauweise reduziert den Verbrauch grauer Energie, Solaranlagen stellen die benötigte Energie zur Verfügung und senken die Nebenkosten der Mieter. Darüber hinaus wird nachhaltige Energie der Sagenmatt in das Fernenergienetz eingespeist und kommt so dem ganzen Quartier zugute.

Zum anderen wurde die Sagenmatt als erstes Areal in der Zentralschweiz bereits mit einem Vorzertifikat für naturnahe Umgebungsgestaltung von der Stiftung Natur& Wirtschaft ausgezeichnet. Der aufwändig renaturierte Mülibach durchquert das Quartier als arealübergreifender Naturerlebnisraum. Der neue Veloweg entlang des Bachs verbessert die Infrastruktur für alle Nachbarn und ein Weg durch die Sagenmatt schafft eine öffentliche Verbindung für das ganze Quartier.

Wie sieht das weitere Vorgehen aus?
Im Frühjahr 2016 wurde ein zweistufiger Studienauftrag abgeschlossen. Im Folgenden wurde das Vorprojekt erarbeitet, das die juristischen Rahmenbedingungen für die Bebauung in einem Bebauungsplan festlegt. Der Bebauungsplan liegt den Ebiker Stimmberechtigten voraussichtlich im Herbst 2019 zur Abstimmung vor und muss danach vom Luzerner Regierungsrat genehmigt werden. Anschliessend erfolgt die Erarbeitung der Baueingabe. Nach der Baugenehmigung durch die Gemeinde Ebikon kann mit dem Abbruch der heutigen Bauten und dem Neubau des Quartiers begonnen werden.
Werden regionale Baufirmen berücksichtigt?
Die Investorin vergibt die Bauarbeiten vorzugsweise an regionale Firmen und wird die Aufträge zu gegebener Zeit ausschreiben.

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